Kompost
Richtig kompostieren ist nicht schwer! Beim naturgemäßen Verwerten organischer Abfälle müssen nur einige Grundregeln beachtet werden, damit der Verrottungsprozess störungsfrei ablaufen kann und Sie einen Kompost hoher Qualität erhalten.

1. der richtige Platz: Wählen Sie einen schattigen, windgeschützten Platz. Kompostieren Sie nie in einer Grube: die notwendige Durchlüftung des Materials würde verhindert. Setzen Sie Komposthaufen oder -behälter nicht auf Stein, Beton oder Lehm: Staunässe und Fäulnis könnten die Folge sein. Der Komposthaufen sollte nicht höher als 120 bis 150 cm und nicht breiter als 2 m sein; die Länge richtet sich nach der Menge des Rohmaterials. Nehmen Sie Rücksicht auf Ihren Nachbarn, im Zweifel sprechen Sie ihn einfach an.
2. die richtige Mischung: Je vielfältiger das organische Ausgangsmaterial, desto wertvoller das Endprodukt. Niemals große Mengen eines einzigen Materials (also z.B. nur Rasenschnitt oder Laub) auf einmal hinzufügen. Grobstrukturierte, harte und holzige Materialien sollten sich mit feineren und weichen Pflanzenteilen ergänzen.
3. das richtige Aufschichten: Verwenden Sie als untereste, etwas 20 cm dicke Schicht grobes Material (Baum- und Heckenschnitt, Äste und Stengel von Stauden oder Blumen). Darüber schichten Sie zunächst feinere Gartenabfälle (Laub und Rasenschnitt). Nun folgt eine Schicht Gartenerde oder Kompost. Darüber werden die jeweils anfallenden organischen Abfälle aus Küche und Garten gehäuft: vermischt oder Schicht für Schicht; Hauptsache, Sie streuen immer mal wieder etwas Kompost, Erde oder Kalk (ca. 3 kg je cbm) dazwischen. Einen fertig aufgesetzten Haufen decken Sie mit Gras, Laub oder Erde ab, um die Wärmeentwicklung zu fördern und ein Austrocknen zu verhindern.
Nach 4 bis 6 Monaten können Sie bereits Material zum Mulchen entnehmen; der Rest wird neu angesetzt und kann nach weiteren 6 Monaten (abgesiebt) als Kompost im Garten verwendet werden.
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